Travel

Weekend Trip in den Harz

Ein Wochenende im Harz

Letztes Wochenende waren Saschi und ich mal wieder unterwegs – dieses Mal im Harz!
In diesem Beitrag will ich euch mit einigen Tipps für den Harz versorgen und euch an den tollen Erlebnissen, die wir dort hatten, teilhaben lassen.

Unterkunft

Wir waren von Donnerstag bis Sonntag in dem kleinen Örtchen Braunlage untergebracht. Unsere kleine, aber feine Ferienwohnung im Landhaus Dobrick war sehr liebevoll im Landhausstil eingerichtet. Gebucht haben wir mal wieder über Secret Escapes und durften dadurch in einem Apartment für 2-3 Personen übernachten und am täglichen Frühstücksbuffet schlemmen. Dazu gab es sogar noch einen Picknickkorb, eine Wanderkarte und ein Saunapaket.

Alles in allem waren wir sehr zufrieden und würden uns wieder für diese Unterkunft entscheiden. Trotzdem gab es hier und da eine Kleinigkeit, über die man auf hohem Niveau meckern kann. Daher habe ich hier ein paar Pro und Contra Punkte für euch. Falls euch die nicht so arg interessieren, könnt ihr ja einfach weiter scrollen 🙂

country suites Landhaus Dobrick

Unser Apartment im Landhaus Dobrick

Pro

Die Gastgeber waren sehr nett und freundlich. Beim Frühstück wurden wir immer herzlich begrüßt und haben sehr hilfreiche Tipps z.B. zu den Wanderrouten bekommen. Man merkt, dass das Ehepaar Dobrick ihr Haus mit Leib und Seele betreibt. Die Apartments sind sehr schön und stimmig eingerichtet. Der Landhausstil taugt vielleicht nicht jedem, aber uns hat es gut gefallen. Unser Apartment war ausgestattet mit Schlafzimmer, Wohnzimmer & Küchenzeile, Gästezimmer und Bad. Genug Platz um sich nach einem langen Tag zu erholen.

Sehr vorteilhaft war auch, dass man sich abends selbst etwas zu Essen machen konnte, da die Restaurants, an denen wir vorbeigekommen sind, für unsere Verhältnisse alle recht teuer waren. Auch der Picknickkorb mit belegten Broten, Obst, Müsliriegel, Wein und Limonade war ein schöner Zusatz, den wir genossen haben. Ein weiteres Plus ist die gute Lage, kostenfreie Parkplätze und die Sauberkeit der Ferienwohnung. Die gute Bewertung auf Booking ist auf jeden Fall gerechtfertigt!

Contra
Wanderkarte

Von der Wanderkarte waren wir etwas enttäuscht, da wir einfach nur eine Broschüre mit Wanderempfehlungen bekommen haben, wie sie auch in der Touristeninformation ausliegt und sogar auf der Homepage von Braunlage zum Download bereit steht – vor allem als wir gesehen haben, dass es auch schöne, große Wanderkarten für 5 Euro an der Rezeption zu kaufen gab. Da erwartet man dann schon etwas mehr, wenn es bei den Buchungsdetails als Extra aufgeführt wird.

Schade war auch, dass wir selbst nach den Extras unserer Buchung (Picknickkorb, Saunapaket) fragen mussten und einem nicht von vorne herein erklärt wurde, was es damit auf sich hat. Da kommt man sich als Gast einfach ein bisschen blöd vor.

Sauna

Das Saunapaket war sehr nett hergerichtet mit Bademänteln (den ich um meine kurvigen Hüften fast nicht rumgekriegt habe), Wasser und einem Obstkorb. Zusätzlich waren zehn 2 Euro Münzen in einem Umschlag beigelegt. Als wir den Keller runterkamen – auf dem Weg ist uns noch eine Spinne begegnet – mussten wir uns kurz zurechtfinden und sind dann in einen kleinen Ruheraum gekommen.

Dort haben zwei Liegen, Decken und ein Fernseher auf uns gewartet. Linkerhand die Duschen und Handtücher, rechterhand die Sauna. Nachdem wir die Sauna genauer unter die Lupe genommen haben, wussten wir auch wofür die Münzen waren – „2 Stunden saunieren für 20 Euro, Einwurf nur mit 2 Euro Münzen, Mindesteinwurf 10 x 2 Euro“. Die Münzen haben wir eingeworfen und die Sauna eingeschaltet. Eine halbe Stunde (von den 2 Stunden) haben wir dann gewartet bis die Sauna heiß war.

Die Sauna tat nach unserem anstrengenden Tag sehr gut. Allerdings kam die Wellness-Stimmung nicht so wirklich auf, da die Sauna nicht ganz so gut in Schuss war. Ein etwas kaputter Türgriff, ein Spinnweben in der Ecke und ein abgefallener Teil der Holzverkleidung…naja. Da die Sauna bei unsrer Buchung dabei war, haben wir sie natürlich genutzt. Hätte man dafür extra zahlen müssen, hätte ich die 20 Euro lieber anders investiert.

Braunlage

Der Ort Braunlage war ehrlich gesagt etwas crazy. Es kommt einem vor, als wäre die Zeit im Jahr der deutschen Wiedervereinigung stehen geblieben. Von Modernisierung keine Spur. Ich habe recherchiert, dass Braunlage damals direkt an der Grenze zur DDR lag und der Ort nach der Grenzöffnung in ein wirtschaftliches Tief gefallen ist, das noch bis 2006 andauerte. Seitdem scheint sich äußerlich allerdings nicht viel verändert zu haben.

Hinzu kommt, dass dem höchsten Berg im Harz, dem Brocken, nachgesagt wird, er sei der Treffpunkt der Hexenversammlungen – der Blocksberg. Daher finden sich in ganz Braunlage überall irgendwelche Hexenfiguren wieder. Man kommt sich als Außenstehender tatsächlich ein wenig seltsam vor.

Nichtsdestotrotz ist Braunlage der perfekte Ausgangspunkt, um den Nationalpark Harz zu erkunden und lässt sicherlich einige Sportlerherzen höher schlagen. Im Winter toben sich hier die Skifahrer und im Sommer die Mountenbiker und Wanderer aus.

Action

Megazipline Harzdrenalin

Ladies, wenn euch so langsam die Geschenkideen für euer Herzblatt ausgehen, habe ich hier einen Tipp für euch: Harzdrenalin!
Dort wird einem einiges an Abenteuer geboten: Eine Hängeseilbrücke, Segway Touren, Megaziplining, Wallrunning und die Giga Swing.

Letztes Jahr habe ich Sascha zum Geburtstag Gutscheine für die Megazipline geschenkt und die haben wir jetzt eingelöst. Da Sascha den Beitrag liest (wehe wenn nicht 😉 ), schreibe ich hier jetzt keine Preise hin, aber die könnt ihr einfach auf der Homepage (oben verlinkt) nachschauen. Dort kann man sich dann auch zur gewünschten Uhrzeit seine Plätze reservieren.

Von Braunlage zum Startpunkt der Megazipline an der Rappbodetalsperre braucht man mit dem Auto ca. 30 Minuten. Vor Ort gibt es einen Parkplatz zu relativ humanen Preisen. Wir waren ca. 20 Minuten vor Abflug da. Etwas Zeit sollte man einplanen, falls an der Kasse viel los ist. Auf den Turm darf man dann aber, glaube ich, sowieso erst 15 Minuten vor Abflug, also hat bei uns alles prima gepasst.

Gegen einen Aufpreis von 17 Euro wird auf dem Helm eine GoPro angebracht, die den Flug aufzeichnet. Das Video bekommt man dann auf einer Speicherkarte mit nach hause. Da uns vom Team dort ein passender Adapter geliehen wurde, konnte Sascha seine eigene Action Cam auf dem Helm montieren. An dieser Stelle nochmal DANKE!

Mit der ganzen Sicherheitsausrüstung auf dem Turm oben angekommen, haben wir erst gesehen wie hoch das ist und waren dann schon etwas nervös. Am Ende war es aber überhaupt nicht schlimm, sondern der absolute Hammer! Man fliegt einen Kilometer lang nebeneinander her…außer wenn man so rasant unterwegs ist wie ich und nicht mehr eingeholt werden kann 😉 Der Flug dauert leider nur eine knappe Minute, aber es lohnt sich trotzdem! Damit ihr euch ein Bild vom Ziplining machen könnt, habe ich hier das Video für euch:

Monsterroller

Eine andere lustige Angelegenheit war die Fahrt mit dem Monsterroller – ein Roller mit Geländereifen sozusagen. Die Ausleihstation für die Roller befindet sich in Braunlage neben dem Parkplatz der Wurmbergseilbahn. Dort bekommt man dann für 20 Euro (Bargeld mitnehmen) einen Roller, einen Helm und ein Ticket für die Seilbahn. Im Gegenzug muss man ein Pfand (z.B. Führerschein) an der Ausleihstation hinterlegen. Anschließend bekommt man eine kleine Einführung zu den Rollern und kann sich dann auch schon auf den Weg zur Seilbahn machen.

Monsterroller

Mit der Seilbahn wurden wir und unsere Roller nach oben gefahren. Oben angekommen haben wir uns erst einmal ein bisschen mit den Rollern und vor allem den Bremsen vertraut gemacht. Dann ging es auch schon los. Die Rollerstrecke führt bis zur Ausleihstation im Tal zurück und wird durchgehend von grünen Schildern markiert, sodass man sich nicht verfahren kann.

Das erste Stück der Abfahrt ist ziemlich steil, sodass man beide Bremsen (am Lenker links und rechts wie beim Fahrrad) relativ stark durchdrücken muss. Die restliche Strecke ist dann nicht mehr so steil, aber man fährt logischerweise trotzdem immer bergab. Lässt man die Bremsen einmal los, gewinnt der Roller so schnell an Geschwindigkeit, dass der Adrenalin-Kick nicht lange auf sich warten lässt.

Zwischendurch wird die Strecke dann so holprig, dass man einmal komplett durchgerüttelt wird und ich mir schon meine Inlineskate-Schützer herbeigewünscht habe. Also ganz ungefährlich kam mir das nicht vor, wobei ich mir auch ziemlich sicher bin, dass ich schneller gefahren bin als die empfohlenen 10 km/h. Dadurch dass die Reifen aber sehr breit sind, kann man mit dem Roller eigentlich nicht so leicht hinfallen. Außer man fährt ohne Bremsen und ohne Gleichgewicht…

Die Fahrt hat auf jeden Fall mega viel Spaß gemacht und ging viel zu schnell um. Schwupps waren wir schon wieder an der Ausleihstation angekommen und ich wäre am liebsten gleich nochmal gefahren. Da wir uns aber noch eine Wanderung vorgenommen hatten, wurde daraus nichts. Nächstes Mal wieder 🙂

Wandern

Silberteich

Eine Mini-Wanderung, die wir abends nach der Megazipline noch gemacht haben, war ein Teil der  Erlebniswanderung auf dem Naturmythenpfad und führte uns von unserer Unterkunft zum Silberteich.

Erlebniswanderung Naturmythenpfad Harz
(von: Braunlage Tourismus Marketing GmbH )

 

Da wir an dem Tag ja schon viel erlebt hatten, haben wir die praktische Abkürzung (gestrichelte Linie durch die Mitte des Rundgangs) direkt zum Silberteich genommen, sodass es für uns eher ein ausgedehnter Spaziergang als eine Wanderung war. Der größte Teil der Strecke führte über einen sehr schönen Waldweg und auch der Silberteich war wunderbar. Dort haben wir den Abend dann ausklingen lassen bis es anfing zu regnen.

Silberteich (von: hamburg3r_jung )

 

Wurmberg-Gipfeltour

Die Wurmberg-Gipfeltour war dagegen schon etwas anstrengender, obwohl wir auch hier wieder eine Abkürzung genommen haben 😉 Nachdem wir mit unseren Monsterrollern wieder im Tal angekommen waren, haben wir uns direkt noch ein Ticket für die Seilbahn gekauft und sind wieder auf den Wurmberg hochgegondelt. Von dort haben wir dann nur die linke Seite der Wanderung gemacht, die aber auch schon 7,5 km lang ist.

Wurmberg-Gipfeltour (von: Braunlage Tourismus Marketing GmbH )

 

Die Wanderung war super anstrengend (vielleicht auch, weil wir vorher schon gerollert sind), aber dennoch super schön und ich bin so froh, dass wir uns dazu entschieden haben sie zu machen. Der Weg besteht teilweise aus Schotter- oder asphaltierten Straßen, der größte Teil führt aber durch den Wald. Das Highlight waren die Bodewasserfälle, mit denen man zum Ende hin belohnt wird. Da kann man dann auch mal vor lauter Erschöpfung aus Versehen ins Wasser fallen und mit einem klatschnassen Schuh nach Hause gehen…so wie ich 🙂 Davon gibt es (zum Glück) kein Foto – von den Wasserfällen aber schon.

Bodewasserfälle (von: hamburg3r_jung )

 

Jetzt hab ich euch aber ein Ohr abgekaut 🙂

Ich hoffe, der Beitrag gefällt euch und ich konnte euch ein paar nützliche Tipps geben.
Wünsche euch noch einen wunderschönen Abend bzw. Tag, je nachdem, wann ihr zum Lesen kommt.

Bis bald.
Kuss.

Nina Nocciola Blogger

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